Integration in Wuppertal - Verliebt sein...

Verliebt sein, ...

...Tage bekommen - die ersten Anzeichen, dass man erwachsen wird

Untersuchung zur Pubertätsentwicklung junger Wuppertalerinnen erschienen.

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Sie sind zwischen 16 und 24 Jahre alt, stammen aus 12 verschiedenen Herkunftsländern einschließlich Deutschland und sind mit unterschiedlichen Voraussetzungen ins Leben gestartet. Junge Migrantinnen in Wuppertal, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung, haben mit ihren gleichaltrigen, deutschen Geschlechtsgenossinnen viel gemeinsam.

30 junge Frauen standen bei einer Befragung und in qualitativen Interviews Rede und Antwort rund um Themen zur Pubertät. Die intensive Befragung soll Eindrücke aus der Lebenssituation von jungen Frauen vermitteln, die für die Arbeit mit jungen Migrantinnen von Bedeutung sind - lieb gewonnene Vorurteile verändern sich durch die Selbstauskunft junger Frauen und wie sie ihr Lebensgefühl, ihre Probleme und Wünsche für die Zukunft beschreiben.

(Wenig?) überraschendes Ergebnis der vergleichenden Untersuchung: Junge Wuppertalerinnen, die aus ausländischen Familien stammen, unterscheiden sich wenig von inländischen jungen Frauen: Sie gehen offen mit dem Thema Sex um, vertrauen sich am liebsten der besten Freundin und nicht unbedingt den Eltern (wenn dann höchstens der Mutter) an, wollen heiraten und Kinder bekommen - aber erst einmal einen Beruf erlernen und eigenes Geld verdienen. Sie wohnen oft in einer eigenen Wohnung, gehen gern zum Tanzen und zum Sport und suchen sich eher soziale Berufe - wie Erzieherin oder als Studienfach Pädagogik - aus.

Ein wichtiges Ergebnis für die Arbeit mit jungen Frauen aus Migrations-Familien ist, dass viele unserer Vorurteile sich nicht bestätigen. Die Aussagen, dass deutsche Mädchen freier und liberaler erzogen werden, Migrantinnen dagegen Einengung und Strenge erfahren, wird von den Mädchen selbst relativiert oder aufgehoben. Wichtig ist es, diese Erkenntnis in die pädagogische Arbeit einzubeziehen, und die Mädchen zu stärken: Zum Beispiel bei der Berufswahl zu ermutigen, ungewöhnliche Wege zu gehen oder ihre eigenen Leistungen auch positiv wahrzunehmen.

Die Untersuchung „Verliebt sein, Tage bekommen - die ersten Anzeichen, dass man erwachsen wird" ist die zweite dieser Art, die von der Initiative für Demokratie und Toleranz herausgegeben wird - in enger Kooperation mit dem Ressort Zuwanderung und Integration, sowie dem Ressort Kinder, Jugend und Familie. Bereits 2003 hatten in „Ich war ein dickes, pickliges Kind" junge deutsche und ausländische Wuppertaler Auskunft über ihr Leben, ihre Sorgen und Probleme gegeben.

Schulen und Jugendeinrichtungen erhalten die Studie für ihre Arbeit zugesandt. Für alle weiteren Interessenten ist sie zum Preis 10 Euro ist bei der Initiative für Demokratie und Toleranz, Tel.: 0202/ 563 - 2759, oder bei der Gleichstellungsstelle für Frau und Mann, Tel.:0202/563- 2600, erhältlich.


Infoboxen

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Gada Hamady
Ressort Zuwanderung und Integration
Tel.: 0202/563 - 4393

Leonore Sejdijaj
Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.
Tel.: 0202/ 563 - 2759

Martina Völker
Gleichstellungsstelle für Frau und Mann
Tel.: 0202/563 - 2600

Verliebt sein...

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