Integration in Wuppertal - Internationaler Bund (IB)

Internationaler Bund (IB)

Der Internationale Bund e.V. in Wuppertal gehört zum Verbund NRW-Mitte mit Sitz in Dormagen.
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Gemäß dem IB-Motto „Betreuen, Bilden, Brücken bauen“ engagieren sich die Mitarbeiter vor Ort in verschiedensten Programmen.

Die Arbeit umfasst neben dem Jugendmigrationsdienst und den Integrationskursen, die außerbetriebliche Ausbildung, das Frauenwohnprojekt, den Kinderhort und die Kindertagesstätte, die Stadtteilarbeit und die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten.

Folgende Grundsätze bilden das Fundament unserer täglichen Arbeit.

Gesellschaftlicher Standort

  1. Der IB ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Er wirkt im Geist internationaler Partnerschaft und im humanitären Dienst an Menschen ohne Ansehen der politischen, rassischen, nationalen und konfessionellen Zugehörigkeit. In Wahrung seiner Selbständigkeit ist der IB ideell und kooperativ mit dem Deutschen Roten Kreuz verbunden. Wie das Deutsche Rote Kreuz bekennt er sich zu den Grundsätzen der Menschlichkeit, der Unparteilichkeit, der Toleranz und der Unabhängigkeit.

  2. Der IB vereinigt Mitglieder unterschiedlicher weltanschaulicher Auffassungen. Er bietet ein Kommunikationsfeld, auf dem in Verpflichtung auf die Zielsetzung des Verbandes Spannungen zwischen den unterschiedlichen Standpunkten tolerant ausgetragen und nach demokratischen Grundsätzen bewältigt werden können.

  3. Der IB bekennt sich zu den Menschenrechten, wie sie in der Erklärung der Vereinten Nationen, in der Europäischen Menschenrechtskonvention und insbesondere im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland geschützt und verankert sind. Gleichermaßen verbindlich ist für den Verband die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist Grundlage seiner pädagogischen und sozialen Arbeit. Die freiheitlich demokratische Grundordnung ist eine rechtsstaatliche Ordnung unter Ausschließung jeder Gewalt- und Willkürherrschaft auf der Grundlage der Selbstbestimmung des Volkes nach dem Willen der jeweiligen Mehrheit und Gleichheit. Zu den grundlegenden Prinzipien dieser Ordnung sind außer der Achtung vor den Menschenrechten mindestens zu rechnen die Volkssouveränität, die Gewaltenteilung, die Verantwortlichkeit der Regierung, die Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, die Unabhängigkeit der Gerichte, das Mehrparteienprinzip und die Chancengleichheit für alle politischen Parteien mit dem Recht auf verfassungsmäßige Bildung und Ausübung einer Opposition. Der Verband will dazu beitragen, den Anspruch des Grundgesetzes auf sozial- und rechtsstaatliche Gestaltung des Gemeinwesens zu verwirklichen.

Pädagogisches Selbstverständnis

  1. Das Engagement des Verbandes gilt sowohl der Einzelperson als auch ihrem gesellschaftlichen Beziehungsfeld. Es richtet sich vornehmlich auf die Förderung menschlicher Entfaltung, auf die Verbesserung realer Lebenschancen und auf die Erweiterung gerechter Daseinsbedingungen.

  2. Denken und Handeln im Verband sind den genannten Grundwerten und der bewußten und aktiven Auseinandersetzung mit den sich verändernden geistigen, sozialen und politischen Anforderungen der Zeit verpflichtet. Im Prozeß des sozialen Wandels handelt der Verband als eine gesellschaftliche Kraft, die durch aktive Mitwirkung die für den Bestand freiheitlicher und demokratischer Existenz notwendigen Entwicklungen mit herbeiführt. In diesem Sinn nimmt der Verband an der politischen Willensbildung teil und bringt seine Zielsetzung im Rahmen seiner Möglichkeiten zur Geltung. Der IB ist nicht auf eine dogmatisch bestimmte Zukunftserwartung festgelegt; er wendet sich gegen die Anmaßung absoluter Ansprüche und Lösungen, die der Wirklichkeit und Vielschichtigkeit gesellschaftlicher Problemlagen nicht gerecht werden können.

  3. Die sozialpädagogische Arbeit des IB erstrebt Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit, mitmenschliche Zuwendung und Hilfsbereitschaft sowie gesellschaftliche Teilhabe, Mitwirkung und Mitverantwortung. Er bemüht sich um Chancengleichheit. Diese Arbeit gilt in besonderem Maße den benachteiligten Gruppen der Gesellschaft und deren sozialer Integration. Der unterschiedlichen Situation verschiedener Personen und Gruppen entsprechen abgestufte Formen der sozialpädagogischen Arbeit, die von Anpassungshilfen über Begleitung und Stützung bis zur Förderung selbständiger Aktivität im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe reichen. Das verlangt partnerschaftliches Lernen, sozialpädagogische Fähigkeiten und überzeugende Autorität.


Wirkungsfelder

Das gesellschaftliche Wirkungsfeld des IB ist bestimmt durch:

  1. Zuwendung zur Altersgruppe Jugend, die als soziale Größe und Potenz eine vorrangige gesellschaftlich-politische Aufgabe darstellt. Als anerkannter Träger der Jugendhilfe nimmt der Verband in der Gesellschaft einen Erziehungs- und Bildungsauftrag wahr. Dieser begründet im Verhältnis zu Elternhaus, Schule und Betrieb eine unterstützende, ergänzende und auch selbständige Funktion;
  2. soziale Notstände, die infolge gesellschaftlicher Beeinträchtigung und Benachteiligung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene entstehen. Der IB bemüht sich um ein flexibles Instrumentarium sozialer Dienstleistungen, das auftretende Notlagen, Rückstände und Ungerechtigkeiten möglichst beheben, zumindest erleichtern soll;
  3. die Notwendigkeit gesteigerter Berufsbildung in einer in ständigem Wandel begriffenen Arbeitswelt und den daraus resultierenden Ansprüchen an berufliche Qualifikation und Mobilität. In Ausbildung und Beruf erkennt der IB eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Fortentwicklung, für individuelle Existenzsicherung, persönliche Entfaltung und Dispositionsfähigkeit;
  4. international gerichtete Jugend- und Sozialarbeit. Die Aktivitäten im Bereich internationaler Jugend- und Erwachsenenbildung sind darauf gerichtet, die sprachliche Verständigung unter Menschen verschiedener Nationalität zu verbessern, interkulturelles Lernen zu fördern und Verhaltensqualitäten auszubilden, die der internationalen Umgangsfähigkeit und Kooperation dienen. Eine zentrale Herausforderung zu international ausgerichtetem Handeln ist für den IB die Anwesenheit ausländischer Arbeitnehmer und ihrer Familien in der Bundesrepublik. Dieses Sozialproblem engagiert den Verband sowohl in der unmittelbaren und persönlichen Eingliederungshilfe als auch im Hinblick auf die gesellschaftspolitischen Konsequenzen im Gast- und Herkunftsland. Der Verband setzt sich ein für den Abbau international bestehender Fremdheiten, Vorurteile, Ungleichheiten und Unrechtsverhältnisse.

Änderung der Grundsätze am 8. Mai 1987 in Mainz: I. Abs. 1


Infoboxen

Internationaler Bund e.V.
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D-42103 Wuppertal
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